Bericht Endometriose und homöopathischer Behandlungsverlauf
Weiblich 28 Jahre alt.
Meine Endometriose trat zum ersten Mal im Alter von ca. 12 Jahren auf. Die Schmerzsymptomatik war vergleichsweise stark ausgeprägt. Zusätzlich starke Erschöpfung, Schwindel, hohe Infektanfälligkeit, Hautproblematiken, geschwollene Lymphknoten, Migräne, starke Schmerzen in den Knien und allgemein am Körper.
An den meisten Tagen hatte ich ein grippeähnliches Gefühl, nur ohne erhöhte Temperatur. 2 Jahre später haben sich die Schmerzen stark verschlimmert und neue Symptome kamen dazu. Die Schmerzattacken kamen aus dem Nichts. Fast immer morgens, kurz nach dem Aufstehen. Schlagartig ein extrem starker, durchgehender, drückender Schmerz im Unterbauch. Es fühlte sich an, als würden meine Organe zerquetscht werden, inklusive der Beine.
Ich habe gezittert, hatte kalte Schweißausbrüche, starken Schwindel und mir wurde teilweise schwarz vor den Augen. Ich konnte nicht mehr stehen, wusste nicht wohin mit mir. Manchmal musste ich mich an Ort und Stelle einfach hinlegen, ganz egal wo ich in diesem Moment war.
Das Einzige was mir von ärztlicher Seite angeboten wurde, waren div. Pillen-Präparate, die mir aber nicht recht geholfen haben. Es kamen zusätzliche Nebenwirkungen dazu, die belastend waren. Mein Zustand hat sich dadurch verschlechtert. Ich blieb weiterhin ohne Diagnose. Das Präparat wurde mehrmals gewechselt. Ich vertrug es nie, die Schmerzen blieben gleich.
Wiederrum 2 Jahre später, habe ich die Pille abgesetzt, da die Einnahme für mich keinen Mehrwert hatte. So lebte ich fortan weiter mit den Schmerzen und all den Unannehmlichkeiten die damit einhergingen. Durch andere Erkrankungen nahm ich schon regelmäßig Schmerzmittel. Mit Anfang 20 fing es an unerträglich zu werden. Ich nahm zu diesem Zeitpunkt opioide Schmerzmittel, die bei mir auch keine große Linderung bewirkten.
Die Schmerzanfälle waren so heftig, dass ich mehrmals den Krankenwagen rufen musste, oder andere dies für mich taten, weil ich ohnmächtig wurde, oder einfach aus Überforderung in diesen Situationen. Es kam auch vor, dass mich Fremde aufgefunden haben. Ich konnte mich teilweise überhaupt nicht mehr bewegen, habe mich übergeben, gezittert, habe angefangen zu krampfen, sodass ich meine Hände und Finger nicht mehr bewegen konnte.
Vorzeichen für diese Anfälle gab es keine. Daraus sind einige, sehr peinliche Situationen entstanden. Mein Vertrauen in den eigenen Körper wurde sehr geschwächt. Durch diese Erkrankung war ich oft mehrere Tage krank und bettlägerig. Es hat mich total ausgelaugt. Ich habe zig Frauenärzte konsultiert, wurde mehrmals stationär als Notfall aufgenommen, weiterhin ohne Befund. Es wurde immer wieder gesagt, dass dies psychosomatisch bedingt ist.
Mit 27 Jahren kam ich auf Empfehlung in eine kompetente Klinik und dort sah man die Endometriose bereits im Ultraschall. Man war dort verwundert, dass dies nicht früher erkannt wurde. Darauf folgte die OP, auch um die Diagnose zu sichern und die Herde wurden entfernt.
Als einzige weitere Behandlungsmöglichkeit, wurde mir wieder nur die Pille angeboten. Diese wollte ich aber wegen der Nebenwirkungen und der möglichen Folgeschäden nicht mehr nehmen. Ich war ratlos. Jeden Monat kam es zu mindestens einem schlimmen Anfall, der schon vorher mit einer Erwartungsangst verbunden war. Auch der Mittelschmerz war stark und hat mich teilweise außer Gefecht gesetzt.
Daran hatte die OP nichts geändert. In alternativen Facebookgruppen habe ich mich über meine Lage ausgetauscht und bekam den Ratschlag mich bei der HIA vorzustellen. Diese Möglichkeit habe ich gerne wahrgenommen. Da ich zu dem Zeitpunkt bereits eine Erwerbsminderungsrente bekam, hätte ich mir eine Behandlung auf normalem Wege nicht ermöglichen können.
Ich habe mich gut aufgenommen und verstanden gefühlt und es gab an keiner Stelle Grund zur Scham. Zum ersten Mal bekam ich eine ganzheitliche Anamnese. Was die Endometriose betrifft, so kann ich sagen, dass es mir bereits in den ersten Wochen der Behandlung etwas besser ging. Langsam, aber stetig. Meine Stimmung verbesserte sich, die innere Anspannung, die Erwartungsangst vor den Anfällen konnte ich etwas loslassen, wurde entspannter. Langsam wurden die Schmerzen weniger, statt mehrere Tage, bin ich nur noch einen Tag im Monat bettlägerig. Aber meistens kann ich auch an diesem immer mal wieder aufstehen.
Einige Symptome verschwanden vollständig, wie z.B die Brustschmerzen, oder der typische "Endobelly". Der Mittelschmerz schränkt mich nur noch wenig ein, ich kann ihn gut beiseiteschieben. Die schlimmen Anfälle blieben aus und die Tasche die jeden Monat vorsorglich fürs Krankenhaus gepackt wurde, habe ich nun ausgeräumt. Auch die Erschöpfung ist weniger ausgeprägt, ich benötige zwar noch viele Pausen, aber kann nun meine alltäglichen Aufgaben deutlich besser bewältigen.
Meine Symptomatik hat sich allgemein verbessert. Ich bin optimistisch, was den weiteren Verlauf betrifft. Gerne möchte ich Alle ermutigen, den Schritt zu wagen, es auf dem alternativen Weg zu versuchen. Für mich gab es schulmedizinisch keine weiteren Möglichkeiten mehr.
Nun, habe ich eine bessere Lebensqualität. Ich hatte zuvor einen sehr hohen Schmerzmittelbedarf, den ich nun stark reduzieren konnte. Ich merke, wie meinem Körper dies guttut. Er verändert sich, beginnt sich nun zu regenerieren.
Die Behandlung und die Erfahrung war unglaublich wertvoll für mich und ich bin positiv gespannt, auf den weiteren Verlauf.
Sabine Schönfelder